Last-Minute-Reisen: Online-Buchungen stehen im Ranking an erster Stelle

12. März 2010 von magda

algamfreitag_blog.jpg

Laut „Ulysses Web-Tourismus“ wird das Internet bei der Buchung von Last-Minute-Reisen immer wichtiger. So buchten 2009 bereits 45,7 Prozent der Deutschen (ca. 10 Millionen) eine Last-Minute-Reise online. Die zweithäufigsten Buchungen erfolgten über Reisebüros. Diese verlieren aber zunehmend Kunden an das Internet.

Dr. Dominik Rossmann von Web-Tourismus erklärt den Trend folgendermaßen: „Gerade die Unverbindlichkeit wird beim Stöbern im Internet sehr geschätzt. Außerdem ist das Surfen sowohl schnell, als auch bequem und Angebote zu jeder Tageszeit verfügbar. Insbesondere bei kurzfristiger Reiseorganisation und -buchung spielt Letzteres eine ausschlaggebende Rolle.“

 algaf_120310_bild1.jpg

2009 wurden 49% aller Last-Minute-Reisen, die zwei bis drei Tage vor Reiseantritt gebucht wurden, über das Internet organisiert, und nur knapp 25% via Reisebüro.

Männer buchen häufiger Last-Minute als Frauen
Männer buchen Last-Minute-Reisen häufiger und spontaner als Frauen. Zudem geben Männer mehr Geld für diese Art des Verreisens aus als Frauen.

Last-Minute am liebsten per Flugzeug
Obwohl die Anzahl der Spontanreisen via Flugzeug auf 15,6 Million zurückging, ist das Aeroplane immer noch das beliebteste Transportmittel.

 algaf_120310_bild2.jpg

Auf die Billigflieger entfielen 2009 in Deutschland  6,6 Millionen Last-Minute-Reisen. Einbußen mussten das Auto und die Bahn hinnehmen, so Rossmann. Busreisen hingegen legten in diesem Segment über 100 Prozent zu. 

Web 2.0 – User Generated Content in der Hotellerie

12. März 2010 von magda

algamfreitag_blog.jpg

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit „Monitoring von Web 2.0 - User Generated Content in der Hotellerie im deutschsprachigen Raum“ am Institut für Tourismus und Freizeitwirtschaft an der WU in Wien untersuchte Barbara Riegler die Web 2.0 Aktivitäten der deutschsprachigen Hotellerie. 

Dabei kam Barbara Riegler zum Schluss, dass Social Media Plattformen von der Hotellerie wenig genutzt werden.

39,1% der Hotels nutzen Social Media Plattformen
Insgesamt nutzen 39,1% der befragten Hotels im deutschsprachigen Raum Social Media Plattformen zu Marketingzwecken. In Deutschland und der Schweiz werden diese von je einem Drittel verwendet, in Österreich sind es rund 50%. Am häufigsten werden Social Network Plattformen eingesetzt, gefolgt von Media Sharing Plattformen und Corporate Blogs.

 algaf_120310_bild3.jpg

In den meisten Fällen sind die Hotelmanager selbst für die Moderation und das Verfassen von Einträgen auf Social Media Plattformen verantwortlich. Darüber hinaus geben 77% der Hoteliers an, dass ihnen die Online-Reputation sehr wichtig ist und 88% überprüfen diese regelmäßig.

HRS vor Booking.com und Holidaycheck.
In Bezug auf die Nutzung und Bekanntheit von Bewertungsportalen liegen im deutschsprachigen Raum gesamt HRS (75,8%), Booking.com (75,3%) sowie Holidaycheck (60,3%) an vorderster Stelle. In Österreich steht Tiscover an erster Stelle (72,8%) gefolgt von HRS (67,8%).

Keine eigenen Social Media Profis in den Hotels
Die Hotels wollen für Web 2.0 & Social Media keine eigenen Mitarbeiter einstellen. Nur 4,9% bejahten diese Frage und 6,5% knüpften an die Einstellung eines zusätzlichen Mitarbeiters die Bedingung der Verfügbarkeit finanzieller Ressourcen.

Auf negatives Gäste-Feedback wird reagiert
Ein hoher Prozentsatz der befragten Hotels sieht sich nach Auffinden negativer Einträger dazu veranlasst, Kontakt mit den Kunden aufzunehmen.

algaf_120310_bild4.jpg 

Barbara Riegler kommt in ihrer Diplomarbeit zum Schluss,

- dass die aktive Kommunikation mit dem Gast einen wesentlichen Beitrag zu Kundenbindung liefert

- die steigende Anzahl an positiven Bewertungen auf Bewertungsplattformen dafür sorgt, dass die negativen Bewertungen an Bedeutung verlieren

- und dass regelmäßiges Monitoring der Online Reputation eine ständige Kontrolle der Übereinstimmung der eigenen Wahrnehmung der Leistung mit jener der Gäste ermöglicht.

„Hotels, die aktiv am Web 2.0 Geschehen teilnehmen, genießen nicht nur bereits jetzt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, sondern werden auch in Zukunft davon profitieren und die Nase vorne haben“, so Riegler.

Zu bestellen gibt es die Arbeit „Monitoring von Web 2.0 - User Generated Content in der Hotellerie im deutschsprachigen Raum“ von Barbara Riegler hier.

15. Österreichische Tourismusanalyse

5. März 2010 von magda

algamfreitag_blog.jpg

Peter Zellman und Sonja Mayrhofer vom Institut für Freizeit und Tourismusforschung kommen in ihrer 15. Österreichischen Tourismusanalyse zum Schluss, dass sich der heimische Tourismus als krisenfest erweist.

Die durchschnittliche Reisedauer der Österreicher im Jahr 2009 lag bei 11,32 Tagen und ist damit im Vergleich zu den letzten 2 Jahren wieder angestiegen.

Österreicher lieben 14tägigen Urlaub
Die meisten heimischen Bundesbürger sind bei ihrem Haupturlaub zwischen 14 und 15 Tage unterwegs. Weitere 17% gönnen sich eine Woche Urlaub. 10% der Reisenden sind 5 Tage unterwegs und 9% sind 20 bis 29 Tage unterwegs.

Österreichs beliebtestes Reiseziel ist das Inland
Das beliebteste Reiseziel ist das Inland. 30% der Österreicher verbrachten ihren Urlaub zwischen Neusiedler- und Bodensee. Auf Platz 2 folgt mit 15% Italien, vor Kroatien mit 9% und der Türkei mit 7%.
 
 algaf_050310_bild1.jpg

Kärnten vor Steiermark, Tirol und Oberösterreich
8% der Reisenden urlaubten in Kärnten, 6% in der Steiermark, je 4% in Tirol und Oberösterreich, 3% in Salzburg und im Burgenland, 2% in Vorarlberg, 1% in Niederösterreich und weniger als 1% verbrachten ihren Urlaub in Wien.

Baden, Erholung & Familie liegen im Trend, „Balkonien“ verliert
Der Badeurlaub ist bei den Österreichern am beliebtesten, gefolgt von Erholungsurlaub und Familienurlaub. Zwar spielt nur für 10% der Österreicher bei der Urlaubsgestaltung der Erlebnisurlaub eine entscheidende Rolle, trotzdem ist dies eine Zunahme von 100% im Vergleich zum Jahr 2005. Leicht steigern konnte sich auch der Urlaub in den Bergen, nämlich von 10% auf 11%.

 algaf_050310_bild2.jpg

Anzahl der Winterurlauber stagniert
Im Jahr 2008/09 waren nur 13% der Österreicher im Winter auf Urlaub, egal ob zum Wintersport auf heimischen Pisten oder zum Sonnenbaden im Süden. Der Gesamtanteil der Winterurlauber stagniert seit 1997/98. In der letzten Wintersaison haben 73% einen klassischen Winterurlaub mit Sportausübung gemacht. 17% wählten eine Reise in den Süden.

 algaf_050310_bild3.jpg

Ab in den Süden – Skifahren bekommt Konkurrenz
In der heurigen Saison wählen und wählten nur 64% einen Urlaub im Schnee und 22% einen Urlaub im Süden. Das heißt allerdings auch, dass sich der Urlaub im Süden immer größerer Beliebtheit erfreut und das zu Lasten des „Schneeurlaubs“ geht.

Österreicher buchen vermehrt 4-Tagesskiurlaub
Obwohl bei den Skiurlaubern 1 Urlaubswoche am beliebtesten ist, nimmt der 4-Tagesskiurlaub zu. Nur 4% der Winterurlauber sind länger als 2 Wochen unterwegs.

 algaf_050310_bild4.jpg

In der letzten Wintersaison verreisten 23% der Österreicher ins Ausland, 19% machten Urlaub in der Steirermark, 14% in Tirol und Salzburg, 12% in Kärnten, 6% in Niederösterreich, 5% in Vorarlberg  und Oberösterreich und weniger als 1% machten Winterurlaub im Burgenland und in Wien. Laut Zellmann sind die Entwicklungen beim Winterurlaub in Österreich nach Bundesländerzielen unterschiedlich. Salzburg verliert allerdings überraschend gleichmäßig österreichische Urlaubsanteile. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls die 15. Österreichische Tourismusanalyse.

 algaf_050310_bild5.jpg

2010 steigt die Reisebereitschaft der Österreicher
40% der Österreicher beabsichtigen 2010 eine Reise zu unternehmen. Dabei stimmt die Urlaubsplanung, was den Inlandstourismus betrifft, selten mit dem tatsächlichen Reiseverhalten überein. Man plant längere, teurere Reisen in den Süden, urlaubt aber schließlich und endlich dann doch preiswerter in Österreich.

 algaf_050310_bild6.jpg

Deshalb ist diese Analyse als Stimmungsparameter zu sehen. 17% planen einen Inlandsurlaub, 14% sehnen sich nach Grado, Jesolo & Co, 10% möchten gerne unter Kroatiens Sonne ein „Karlovacko pivo“ genießen und 9% sagen „Ya mas“ zu Griechenland.

www.freizeitforschung.at

Skimugel „wandern“ täglich 8 cm bergwärts

5. März 2010 von magda

algamfreitag_blog.jpg

Tad Pfeffer, Professor an der Universität Colorado in Boulder, hat das „Wandern“ der Skimugel untersucht. Im Zeitraffer fotografierte er Skipisten und konnte dabei beobachten, dass die von den Skifahrern produzierten Mugel täglich bis zu 8 Zentimeter bergwärts wandern. Pro Saison legen die Skimugel bis zu 10 Meter zurück.

 algaf_050310_bild7.jpg
©Foto by David Bahr

Wie das „Wandern der Skimugel“ vor sich geht, beschreibt Ted Pfeffer so: “To control speed, skiers turn and scrape the snow on the downhill side of the moguls they encounter. In so doing, they push snow down the mountain and pile it onto the uphill side of the following mogul. As a consequence, each mogul loses material on its downhill side but gains new material on its uphill side.”

Mehr dazu gibt es hier.

Nüvifone: Neues „Garmin-Spielzeug“ für Outdoor-Freaks

5. März 2010 von magda

algamfreitag_blog.jpg

Garmin bringt in Zusammenarbeit mit der Firma Acer neue Smartphones auf den Markt: Garmin-Asus M10 und Garmin-Asus M50.

Die beiden Navigationstelefone M10 und M50 laufen unter der Bezeichnung „Nüvifone“ und wurden heuer auf der weltweit größten Handymesse in Barcelona vorgestellt. Beide Modelle sollen die Eigenschaften eines modernen Smartphones mit den Vorteilen eines Navigationsgerätes verbinden.

algaf_050310_bild8.jpg

 Das M10 läuft auf Windows mobile und das M50 basiert auf dem Google Android System. Das M10 verbindet die klassische Office-Palette mit den Garmin-Navi-Tools. Ein 3,5-Zoll-WVGA Touchscreen-Display, ein „3D-Taskmanager“ zum Hin- und Herwechseln zwischen den Anwendungen, eine 5-Megapixel-Kamera, Unterstützung von HSDPA, 4GB Flash- und 521 MB Ram- bzw. Romspeicher sowie Schnittstellen zu Social Networks sind nur einige Spielereien, die das M10 beinhaltet. In Österreich sollen die ersten Geräte im Mai dieses Jahres auf den Markt kommen.