
Peter Zellman und Sonja Mayrhofer vom Institut für Freizeit und Tourismusforschung kommen in ihrer 15. Österreichischen Tourismusanalyse zum Schluss, dass sich der heimische Tourismus als krisenfest erweist.
Die durchschnittliche Reisedauer der Österreicher im Jahr 2009 lag bei 11,32 Tagen und ist damit im Vergleich zu den letzten 2 Jahren wieder angestiegen.
Österreicher lieben 14tägigen Urlaub
Die meisten heimischen Bundesbürger sind bei ihrem Haupturlaub zwischen 14 und 15 Tage unterwegs. Weitere 17% gönnen sich eine Woche Urlaub. 10% der Reisenden sind 5 Tage unterwegs und 9% sind 20 bis 29 Tage unterwegs.
Österreichs beliebtestes Reiseziel ist das Inland
Das beliebteste Reiseziel ist das Inland. 30% der Österreicher verbrachten ihren Urlaub zwischen Neusiedler- und Bodensee. Auf Platz 2 folgt mit 15% Italien, vor Kroatien mit 9% und der Türkei mit 7%.

Kärnten vor Steiermark, Tirol und Oberösterreich
8% der Reisenden urlaubten in Kärnten, 6% in der Steiermark, je 4% in Tirol und Oberösterreich, 3% in Salzburg und im Burgenland, 2% in Vorarlberg, 1% in Niederösterreich und weniger als 1% verbrachten ihren Urlaub in Wien.
Baden, Erholung & Familie liegen im Trend, „Balkonien“ verliert
Der Badeurlaub ist bei den Österreichern am beliebtesten, gefolgt von Erholungsurlaub und Familienurlaub. Zwar spielt nur für 10% der Österreicher bei der Urlaubsgestaltung der Erlebnisurlaub eine entscheidende Rolle, trotzdem ist dies eine Zunahme von 100% im Vergleich zum Jahr 2005. Leicht steigern konnte sich auch der Urlaub in den Bergen, nämlich von 10% auf 11%.

Anzahl der Winterurlauber stagniert
Im Jahr 2008/09 waren nur 13% der Österreicher im Winter auf Urlaub, egal ob zum Wintersport auf heimischen Pisten oder zum Sonnenbaden im Süden. Der Gesamtanteil der Winterurlauber stagniert seit 1997/98. In der letzten Wintersaison haben 73% einen klassischen Winterurlaub mit Sportausübung gemacht. 17% wählten eine Reise in den Süden.

Ab in den Süden – Skifahren bekommt Konkurrenz
In der heurigen Saison wählen und wählten nur 64% einen Urlaub im Schnee und 22% einen Urlaub im Süden. Das heißt allerdings auch, dass sich der Urlaub im Süden immer größerer Beliebtheit erfreut und das zu Lasten des „Schneeurlaubs“ geht.
Österreicher buchen vermehrt 4-Tagesskiurlaub
Obwohl bei den Skiurlaubern 1 Urlaubswoche am beliebtesten ist, nimmt der 4-Tagesskiurlaub zu. Nur 4% der Winterurlauber sind länger als 2 Wochen unterwegs.

In der letzten Wintersaison verreisten 23% der Österreicher ins Ausland, 19% machten Urlaub in der Steirermark, 14% in Tirol und Salzburg, 12% in Kärnten, 6% in Niederösterreich, 5% in Vorarlberg und Oberösterreich und weniger als 1% machten Winterurlaub im Burgenland und in Wien. Laut Zellmann sind die Entwicklungen beim Winterurlaub in Österreich nach Bundesländerzielen unterschiedlich. Salzburg verliert allerdings überraschend gleichmäßig österreichische Urlaubsanteile. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls die 15. Österreichische Tourismusanalyse.

2010 steigt die Reisebereitschaft der Österreicher
40% der Österreicher beabsichtigen 2010 eine Reise zu unternehmen. Dabei stimmt die Urlaubsplanung, was den Inlandstourismus betrifft, selten mit dem tatsächlichen Reiseverhalten überein. Man plant längere, teurere Reisen in den Süden, urlaubt aber schließlich und endlich dann doch preiswerter in Österreich.

Deshalb ist diese Analyse als Stimmungsparameter zu sehen. 17% planen einen Inlandsurlaub, 14% sehnen sich nach Grado, Jesolo & Co, 10% möchten gerne unter Kroatiens Sonne ein „Karlovacko pivo“ genießen und 9% sagen „Ya mas“ zu Griechenland.
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