Tourismus verlagert sich ins Internet & Outdoor wird zur Urlaubsalternative
Freitag, September 25th, 2009
Das Internet gewinnt in der Tourismusbranche immer mehr an Bedeutung. In den nächsten fünf Jahren wird sich der Anteil der Online-Buchungen von aktuell 28 Prozent auf 43 Prozent erhöhen.
Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie “Krise & Beyond: Multichannel-Dynamik in der Touristik
2009 - 2015″ der GfK, Sempora, iProspect und Google Deutschland.
Research online, purchase offline
Knapp 30 Prozent der Reisenden informieren sich über ihr Reiseziel zuerst im Internet, um dann in einem Reisebüro zu buchen.

Die Analyse von GfK Travelscope Deutschland veranschaulicht über Jahre hinweg, dass im Buchungsverhalten nachvollziehbare Wanderbewegungen von der Reisebürobuchung über die kanalübergreifende Buchung hin zur reinen Onlinebuchung stattfinden.
2008/09: Jede 3. Winterreise wurde online gebucht
Die touristischen Halbjahresdaten zwischen November 2008 und April 2009 zeigen in Deutschland einen überproportionalen Anstieg von Buchungen, die zu 100 Prozent online abgewickelt wurden. Ein Drittel aller Reisen wurden im Winterhalbjahr online gekauft. Ein Grund für diese Beschleunigung ist sicher die schwierige Wirtschaftssituation, in der wir uns momentan befinden. Die Reisenden neigen dazu, ihre Urlaubsentscheidungen besser abzusichern und preissensibler zu reagieren.
Der Rechercheprozess wird daher intensiviert. Preisvergleiche im Internet helfen, die Angebote verschiedener Reiseanbieter zu prüfen.
Communities als Steigbügelhalter für die Buchung von Urlauben in Reisebüros
Über ein Viertel des touristischen Umsatzes in Deutschland wird online recherchiert und im Reisebüro gebucht. Communities wie Alpengluehen oder Bewertungsplattformen wie Holidaycheck erfüllen eine Gatekeeper-Funktion für die Buchung im Reisebüro. Hinzu kommt, dass die ROPO- Käufer (online Recherche, offline kaufen) die werthaltigeren Buchungen generieren. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Kunde auch im Buchungsverhalten immer hybrider wird.

ROPO-Markt wächst kontinuierlich
In der BRD macht der Markt der ROPO-Käufer ein Volumen von über 6 Milliarden Euro aus. Die Kombination aus Reisebüro-Recherche und Reisebüro-Buchung hat zwar noch den größten Anteil, verliert aber sukzessive gegenüber dem Internet.

Gründe dafür sind die Breitbandpenetration, die Entwicklung des touristischen Contents im Web und die immer größer werdende Bedeutung von User Generated Content.
Online gewinnt
Investitionen in Online-Konzepte und -Kampagnen
lohnen sich zunehmend. Bis 2014 werden über
70 Prozent der Reisen im touristischen Kernmarkt unter Einbeziehung des Internets erfolgen.
Outdoor – mehr als eine Urlaubsalternative
Laut einer aktuelle Umfrage der Nachrichtenagentur pressetext sehen mehr als 58 Prozent der Befragten in Outdoor-Aktivitäten eine gute Urlaubsalternative. Für mehr als 30 Prozent gehört dem Thema Outdoor sogar die Zukunft im Tourismus.
Die Umfrage wurde im Rahmen des pressetext-Focusthemas “Tourismus der Zukunft – Strategien zum Erfolg” durchgeführt, mit mehr als 300 Meinungsbildnern als Sample.

Halt dich fit im Schritt – Wandern & Trekking boomt
Bei den abgefragten Outdoor-Aktivitäten zeigte sich, dass sich die Freunde frischer Luft am sichersten zu Fuß fühlen, dahinter folgt das Fahrraderlebnis. „Wandern, Klettern und Trekking“ sind mit 70 Prozent Zustimmung die beliebtesten Outdoor-Aktivitäten. Für 55 Prozent zählen Radfahren und Mountainbiking zu den klassischen Outdoor-Aktivitäten, knapp gefolgt vom Wassererlebnis mit 54 Prozent. Golf und Tennis werden weniger als interessante Outdoor-Aktivitäten angesehen.

Der Aktivurlauber schätzt den Komfort
Als bevorzugte Unterkunftsart gaben die von pressetext befragten Teilnehmer mit knapp 38 Prozent Drei- bzw. Vier-Stern-Hotels an. 22,38 Prozent sprachen sich für einen Gasthof oder eine Pension als geeignete Unterkunft für einen Outdoor-Urlaub aus, gefolgt vom Ferienhaus und dem Urlaub am Bauernhof. Der Hauptgrund dieser touristischen Entwicklung liegt darin, dass sich der gesamte Outdoor-Bereich heute der Ästhetik bedient und so einen „Way of Life“ vermittelt, zu dem man im Alltagsleben keinen Zugang findet. Der Begriff Outdoor reproduziert die subjektive Wahrnehmung der heilen Welt und bildet damit einen wesentlichen Bestandteil in der Wertschöpfungskette der Tourismus-, Sport- und Freizeitindustrie.

















