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TU Wien und Boku erzeugen „grünen Schnee“

Freitag, Februar 5th, 2010

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Wissenschafter der Technischen Universität (TU) Wien und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) haben den „Dendrite Generator“ zur Erzeugung von naturidentem Kunstschnee erfunden. Die neue Technologie wurde von beiden Universitäten gemeinsam zum Patent angemeldet.

Bestehende Technologien zur künstlichen Erzeugung von Schnee sind durch einen hohen Energie- und Wasserverbrauch gekennzeichnet. Aufgrund der Konsistenz von bisher produziertem Kunstschnee (=gefrorene Wassertropfen) können ökologische Nachteile für Flora und Fauna auf Skipisten entstehen.

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Aufgabe des neuen „Dendrite Generators“ ist es, naturidenten Schnee (d.h. echte Schneekristalle mit hoher Porosität, geringer Dichte) zu erzeugen und dabei den Energie- und Wasserbedarf zu reduzieren. Diese Revolution in der Beschneiungstechnik kann die Anpassung des Wintersports an die Klimaänderung erleichtern. Der „Generator“ erzeugt Kunstschnee mit sehr geringer Dichte, der natürlichem, trockenem Schnee sehr ähnlich ist. Der geringe Energieaufwand und die spezielle Technik der Schneeerzeugung ermöglichen einen weitreichenden Einsatzbereich auch außerhalb der Skigebiete.

Verwendung und Vorteile
Die mögliche Verwendung des „Generators“ liegt im Beschneien von Skipisten (auch Indoor-Skianlagen) bzw. Flächen für Wintersport im Allgemeinen, der Optimierung von landwirtschaftlichen Kulturtechniken, in der kleinflächigen Beschneiung in Wohnhausanlagen, Parks oder Schulen für Sport- und Erholung und in der Beeinflussung des lokalen Bio- und Mikroklimas. Hier wird vor allem auf die Erhöhung der Albedo, also des Rückstrahlvermögens von diffus reflektierenden, nicht selbst leuchtenden Oberflächen, abgezielt.

Die Innovation besticht im Vergleich zu konventionell hergestelltem Kunstschnee durch eine Reihe von Vorteilen:

• Erzeugung von Schnee mit geringer Dichte, was zu einer höheren Akzeptanz von künstlich beschneiten Pisten bei SkitouristInnen führt

• Weniger Wasserverbrauch pro m³ Schnee

• Geringerer Energiebedarf

• Keine Lärmentwicklung

Mehr dazu gibt es hier.