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Deutsche lieben Radurlaub - Potential für heimischen Tourismus

Freitag, Februar 20th, 2009

 ALG am Freitag

„Ja, mir san mit’m Radl da“, sang schon Peter Alexander vor gut über 40 Jahren. Dem ist nichts hinzuzufügen, denn laut der neuesten Trendscope Marktstudie radeln immer mehr Deutsche in ihrer Freizeit und im Urlaub.

Welches Potential in diesem Urlaubsgast schlummert, sieht man auch daran, dass das Rad für die Deutschen in der Freizeit eine viel höhere Attraktivität besitzt als im Alltag. So gaben 77 Prozent in der Umfrage von Trendscope an, dass sie ihr Fahrrad in der Freizeit nutzen. Hingegen sehen sich nur 38 Prozent der Befragten als Alltagsradler.

Keine Eintrittsbarrieren – 14,6 Millionen deutsche Radurlauber
Der Radurlaub hat, anders als die Bereiche Ski, Golfen oder Fischen, mit keinen Eintrittsbarrieren zu kämpfen. 99 Prozent der Deutschen sind schon einmal Rad gefahren und über 46 Millionen Bundesbürgen sind schon einmal mehr als zwei Stunden im Sattel gesessen. Insgesamt haben mehr als 14 Millionen Deutsche einen Radurlaub mit mehr als einer Übernachtung gebucht.

Der deutsche Radurlauber ist kein Kurzurlauber
Der Radurlauber ist kein Kurzurlauber. Fast zwei Drittel planen einen Radurlaub der zwischen 5 und 14 Tagen dauern soll. Insgesamt können sich 35 Prozent einen Radurlaub vorstellen, wogegen 43 Prozent einen solchen ausschließen.


Radurlauber ist nicht gleich Radurlauber: Die 4 verschiedenen Urlaubs-Typen

Der deutsche Radurlauber lässt sich in vier Typen kategorisieren:

•    Der Sportliche
17,9 Prozent der Deutschen zählen sich zum sportlichen Radurlaubertyp. Sie sind gerne gemeinsam unterwegs, um Sport zu treiben und Spaß zu haben.

•    Der Interessierte
28,2 Prozent der Radurlauber haben Interesse an Natur, Kultur, dem Land und den Leuten. Sie möchten sich in erster Linie vom Alltag erholen.

•    Der Anspruchsvolle
37 Prozent haben einen hohen Beratungsbedarf und setzen in den Urlaub besonders hohe Ansprüche.

•    Der Erfahrene
16,9 Prozent der deutschen Radurlauber gehören in die Gruppe der so genannten „Auskenner“.  Sie sind vielfach alleine unterwegs, haben geringe Ansprüche an die radtouristische Infrastruktur und sind Sparmeister, d.h. sie geben wenig Geld aus.


Der Deutsche liebt die Natur

Im Vordergrund des deutschen Radtouristen stehen Motive wie „die Nähe zur Natur“, „sportlich aktiv sein“ und „Gesundheit“. Wenig bis keine Rolle spielen dabei Motive wie „Alleine unterwegs sein“ und „Events“.


Je höher die Unterkunftskategorie, desto eher die Buchung im Voraus

Was die Buchung betrifft zeigt sich der Trend: Je höher die Kategorie der Unterkunft ist, desto wahrscheinlicher wird im Vorhinein gebucht.


Österreich: (noch) kein Lieblingsradland der Deutschen

Zu allererst verbringen die Deutschen den Radurlaub am liebsten daheim. Hier hat Österreich Aufholbedarf und kann im bestehenden Markt mit Sicherheit wachsen. Österreich gehört nämlich weder zu den  absoluten Lieblingsurlaubszielen der „Regio-Radler“ und der Radwanderer, noch zu denen der Rennrad-Urlauber. Und das, obwohl in diesen Bereichen durchaus Potenzial vorhanden ist.

Einzig bei den Mountainbike-Urlauben mischt Österreich vorne mit.


Alpengluehen setzt Bike-Schwerpunkt
Trendscope hat auch gefragt, welche Mediennutzung für den Radurlaub in Frage kommt. Hier stehen an erster Stelle Karten, gefolgt von Internet und Reiseführer.

Ebenso nimmt das Internet die zweite Position ein, wenn es darum geht, wie man auf ein Reiseziel aufmerksam geworden ist.

Auch Alpengluehen setzt heuer einen Schwerpunkt im Bereich „Bike & Radfahren“. So stellen wir spezielle Resortfolder für die User zur Verfügung,  es gibt Kooperationen mit Fachmagazinen im Bikebereich, Scouts die aus den Tourismusresorts berichten und vieles mehr. Wer Interesse hat, schickt uns einfach eine Email.


Studie:

Die gesamte Studie zum Thema „Radreisen der Deutschen 2008“ erhalten sie bei TRENDSCOPE, dem  renommierten Marktforschungsinstitut für Tourismus & Sport. Bestellen können sie die Studie unter: http://www.trendscope.de


In eigener Sache:
Wenn Sie Interesse am „Bike Web 2.0 Schwerpunkt“ auf  Alpengluehen haben, schreiben Sie eine Email an michael.gutternig(at)alpengluehen.com.

Relevante Informationen von Events, Neuigkeiten und Veranstaltungen für die Sommersaison 2009 veröffentlichen wir für alle Resorts und Destinationen gratis auf Alpengluehen.com. Dazu müssen Sie uns nur Text und Bilder an presse(at)alpengluehen.com schicken.

Web 2.0 verändert Kampagnenverhalten - Alpengluehen am Freitag

Montag, November 3rd, 2008

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Nächste Woche findet die Wahl zum 56. Präsidenten der Vereinigten Staaten statt. Eines ist damit sicher: George W. Bush vertschüsst sich in den wohlverdienten Ruhestand. Ob es nun Barack Obama oder John McCain wird, erfahren wir spätestens in der Nacht vom 4ten auf den 5ten November 2008.

Hat man den Wahlkampf einigermaßen verfolgt, fällt vor allem eines auf: Die Politiker haben die Hoheit über ihre Kampagnen an die Blogger verloren. Früher (und teilweise in Österreich heute noch) hatte man erfahrungsgemäß zwei Nachrichtenzyklen pro Woche: Eine Nachricht wurde an einen Tag vermeldet, am nächsten dementiert, am dritten diskutiert und dann kam die nächste Nachricht raus. Der einstige Clinton-Chefberater George Stephanopoulos dazu: „Mit der Zeit komprimierte sich das auf zwei Nachrichtenzyklen pro Tag. Und jetzt sind es 12 Nachrichtenzyklen pro Stunde!“

Die amerikanischen Blogger sind schnell, sarkastisch und zynisch. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen On- und Off-the-record.

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Die Politikstrategen haben längst erkannt, dass sie die neuen Medien nicht mehr kontrollieren können.

Aber sie können sie nützen. So menschelt sich John McCains Tochter durch ihren Blog mccainblogette.com und Barack Obama hat Leute von Facebook angeheuert, die seine Website www.barackobama.com up to date halten und mit den Fans in Kontakt stehen.

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Die Blogmacht schlechthin ist die Blogger-Vereinigung von Arianna Huffington. Mit ihrer optisch im Stil einer Netzzeitung gestalteten Huffington Post (www.huffingtonpost.com) gibt sie im Online-Bereich den Takt an. Echtzeit ist die Stärke der „HuffPo“. Durch diesen Vorteil ist sie inzwischen fast schon so mächtig wie die Washington Post.

Wo Printmedien Nachrichten aufwerfen und dann nicht weiterverfolgen (können), gehen die Blogger mit Hartnäckigkeit voran, was auch Bill Clinton im September zu spüren bekam.

 

 

Auf einer Wahlveranstaltung in South Dakota fragte ihn Mayhill Fowler, eine Bloggerin der „HuffPo“, wie er das scharfe Portrait, das Vanity Fair über ihn geschrieben hatte, denn so fände. Bill Clinton wurde rot und rastete aus. Der Autor jenes Textes sei „widerlich“, sei „eine elende Kreatur“, sei „schleimig“. Fowler hielt ihr Diktiergerät in der Hand. Nach dem Interview fiel ihr ein, dass sie sich blöderweise nicht vorgestellt hatte. Aber was eine echte Bloggerin ist, lässt sich von solchen Kleinigkeiten nicht abhalten. Sie schrieb ihre Geschichte. Und es dauerte nur wenige Minuten, dann verschickte Bill Clinton seine Entschuldigung – ebenfalls über das Internet.